Bella – Regenbogenbrücke

Bella, Schnauzer Mischling, am 20.06.1997 auf einem Bauernhof bei Salem geboren, wo sie Alex im Alter von 6-7 Wochen abholte. Man kann sagen, Bella hatte ein schönes Hundeleben, sie war nie ernsthaft krank, lebte mit der Familie im Haus… das ganze Dorf kannte Bella. Einige Jahre waren wir ja weg, in Luxemburg und Eifel, bis uns unser Weg wieder hierhin an den Bodensee brachte und Bella lebte da als 10jährige Hundedame nochmal so richtig auf. Durch unsere Jungs. Sie war immer hinterher, spielte wieder sehr viel, es schien als würde sie wieder jünger werden… einfach herrlich wie Bella im hohen Alter nochmals aufblühte. Und das hat sie immer gemacht, war Kevin unten bei Oma und Opa, dann war Bella hinterher. Hörte sie Kevin Abends oben herumtoben, war sie hellwach und unruhig… Man merkte ihr das Alter schon sehr an, das letzte Jahr hauptsächlich, da wollte sie keine langen Spaziergänge mehr machen, ausser Kevin oder Christoph waren dabei, dann rannte sie, und wieee 😉

Bella war nie ernsthaft krank, bis dann der Krebs anfing in ihr zu wuchern an vielen Stellen von ihrem Körper… Das letzte halbe Jahr sprachen Alex und ich oft darüber daß Bellas Zeit bald kommen würde, wo wir sie gehen lassen müssen. Man weis es, man sah es wie sie abbaute, aber man schiebt die bittere Realität dann doch lieber weit von sich weg. Ende 2011 fing Bella auf einmal an, sie ein „Nest“ zu bauen, wie die einen es nennen. Sie nahm alle Teppiche die sie fand und scharrte sie um sich herum…Andere sagten dazu, sie gräbt sich gerne ihr Grab, so bitter wie es klingt, es stimmte. Wir redeten und  Alex sagte auch zu mir, daß es Zeit wird, ja das wusste ich auch… was komisch war ab da, wo ich runterging und Bella zu mir kam, sie begrüsste mich immer, aber sie schien meine Traurigkeit gefühlt zu habe, denn in Gedanken sagte ich zu Ihr: Mädeli wir lassen dich bald gehen… und seit Anfang Dezember bis zum Schluss kam sie immer zu mir und legte mir ihren Kopf auf das Bein oder legte sich auf meine Füsse, was sie vorher nie sooo getan hat. Klar begrüsste sie mich jeden Morgen, wenn ich runter ging um bei Christa eine zu rauchen und zu quatschen, sie wusste ja, ahhh Nadine kommt, jetzt gibts Leckerli 😉 Aber es war seit dem Tag anders. Mir kam es so vor, als würde sie sagen, ja ich will gehen, es damit zeigen…

Es wurde beschlossen, daß Bella auf jeden Fall noch Weihnachten und Neujahr bei uns sein würde… und sie bekam wie jedes Jahr auch Ihr Weihnachtspäckchen von mir…nur war es anders für mich. Sie roch was drin war und so ging ich gleich in die Küche und gab ihr davon…und heulte weil ich wusste, daß es ihr letztes Weihnachtspäckchen von mir war…

Anfang Januar 2012 ging es dann nochmals zum Tierarzt, zur Untersuchung und reden…aber es war uns ja vorher schon klar. Bei Alex und mir stand fest, daß Bella „nicht ganz“ gehen sollte…und dann kamen noch sehr schwere Tage, ich musste meine beiden Jungs darauf vorbereiten.

Es ist ein Trost für die Kinder und für uns, wenn man ein Grab hat, zu dem man gehen kann und Blumen hinlegen/stellen kann…aber es ist der Wahnsinn, wenn man das Grab graben muss…auch das haben Alex und ich gemacht, er zeigt es nicht so, aber ich wusste wie ihm sein Herz blutete…er hat sie geholt als kleines Wollknäuel…

Dann kam der Tag X, Donnerstag, der 12. Januar 2012, Morgens um 10 Uhr hatten wir Termin bei der Tierärztin. Wir waren fast ne halbe Stunde vor der Zeit da und liefen noch mit der Bella über die Wiesen…es war sackkalt draussen, nass und neblig…aber das merkt man gar nicht. Dann war die Zeit da…Bella bekam eine Narkose, sie schlief in Alex Armen ein, es war Zeit Abschied zu nehmen, so blöd wie es auch klingen mag sagte ich zu Bella, sie soll meine Kiara grüssen und ihr sagen daß ich sie noch immer vermisse, aber irgendwann sie alle wiedersehen würde….und die Worte der Tierärztin die dann kamen, die vergesse ich nie: „nun lasse ich Sie gehen“… und man will es nicht wahrhaben, daß sie da tot ist…aber da war Bella schon über die Regenbogenbrücke gegangen…die Geschichte der Regenbogenbrücke kopiere ich drunter…

Dann legte Alex sein Mädeli in eine schöne dicke Wolldecke, wir wickelten sie ein, legten sie ins Auto und brachten sie „nach Hause“…Christa und Nachbarin Ilse schauten sie noch einmal an, sie lag da wie wenn sie schlafen würde… dann wurde es nochmal bitter, sie wurde beerdigt und das wollte Alex ganz alleine machen, ich durfte ihm nicht helfen und ich wusste doch daß sein Herz genauso blutete wie meins, aber es war ihm wichtig… als unsere Jungs aus der Schule/KiGa kamen, war Bella beerdigt und ihr Grab fertig…Christoph war es wichtig am Mittag mit uns Blumen zu holen, er wollte seine selber aussuchen für Bella…mein Grosser ist sehr traurig und er redet seitdem wieder von seinem 1ten Hund, der im Hundehimmel ist…und Klein-Kevin vermisst die Bella auch sehr, er zeigt im Moment seine Trauer oft durch Aggressivität… Jeder Mensch leidet auf eine andere Art…

 

 

 

Bella – 20.06.1997 – 12.01.2012

Du bist nicht tot,
Du wechselst nur die Räume.
Du lebst in uns
und gehst durch unsere Träume.
(Michelangelo)
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regenbogenbrücke

Es gibt eine Brücke, die den Himmel und die Erde verbindet..
Wege der vielen Farben nennt man sie die Brücke des Regenbogens..
Auf dieser Seite der Brücke liegt ein Land mit Wiesen, Hügeln und Saftigem grünen Gras.

Wenn ein geliebtes Tier auf der Erde für immer eingeschlafen ist,
geht es zu diesem wunderschönen Ort.
Dort gibt es immer Fressen und zu Trinken
und es ist immer warmes schönes Frühlingswetter.
Die alten und kranken Tiere sind wieder jung und gesund.
Sie spielen den ganzen Tag zusammen.

Es gibt nur eine Sache, die sie vermissen.
Sie sind nicht mit ihrem Menschen zusammen, die sie so auf der Erde geliebt haben.

So rennen und spielen sie jeden Tag zusammen,
bis sich eines Tages plötzlich eines von ihnen innehält und aufsieht.
Die Nase bebt, die Ohren stellen sich auf und die Augen werden ganz groß!
Plötzlich rennt er aus der Gruppe herraus und fliegt über das Gras.
Die Füsse tragen es schneller und schneller.
Er hat Dich gesehn..

Und wenn Du und dein spezieller Freund sich treffen,
nimmst du ihn in deine Arme und hälst ihn fest.
Dein Gesicht wird geküsst, wieder und wieder,
und du schaust endlich wieder in die Augen deines geliebten Tieres,
das so lange aus deinem Leben verschwunden war,
aber nie aus deinem Herzen.

Dann überschreitet ihr gemeinsam die Brücke des Regenbogens,
und ihr werdet nie wieder getrennt sein..

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