Hochbegabung – Nicht nur Grund zur Freude

Nachdem wir letztes Jahr immer wieder Probleme mit der Schule von Kevin (jetzt 8 Jahre jung) hatten, drängten wir zu Tests, von speziell geschulten Lehrern. Alles wurde geschaut, 3mal war Kevin insgesamt hin. Als uns dann vorgeschlagen wurde, einen Intelligenztest machen zu lassen, da schauten wir zuerst mal doof aus der Wäsche. Er kann doch kein kleines Genie sein, wo ihn in der Schule das meiste langweilt und er einfach nicht will…

Nach dem anerkannten Intelligenztest, kam es dann ans Licht, unser Kleiner hat einen IQ von über 130 und da spricht man von Hochbegabung. Wow, da freuen sich dann zuerst mal die Elternherzen.

Jedoch macht es das auch nicht einfacher, zu wissen, er ist hochbegabt und lehnt aber Vieles in der Schule ab zu machen, was ihn einfach nicht interessiert. In vielen Sachen ist Kevin seinem Alter weit voraus. Was ihn echt interessiert, da wächst er über sich hinaus. Wenn er aber keine Lust zu etwas hat, dann bringt der kleine Kerl es fertig, zur Lehrerin zu sagen: Nein, ich mache das nun nicht oder Nein, ich will nicht. Meistens nimmt er sich da seine Ausrede zur Hand: das kann ich eh nicht… Ist ein Krampf, denn er kann es, er kann es echt, egal ob Rechnen oder Schreiben, nur eben immer der Zwiespalt, ob er es gerade will oder doch eher nicht. Wenn er keinen Bock hat, verweigert er ich in der Schule. Und dann klingelt wieder und wieder das Telefon hier, oder steht einfach im Hausaufgabenheft: Kevin hat nichts gearbeitet.

Zuhause, bei den Hausaufgaben, da habe ich diese Probleme sehr, sehr selten. Ich bekomme ihn halt immer motiviert, was in der Schule leider nicht klappt. Da kommt er nach Hause mit 3-5 Hausaufgaben, weil er in der Schule von 8 Uhr 45 bis 12 Uhr 10 anscheinend nichts gemacht, oder nur ein paar Zeilen fertig hat und Zuhause hat er das viele Zeug dann in ner knappen Stunde fertig. Genauso wenig wie ich die Schule da verstehe, verstehen die uns… respektive glauben die uns. Aber so ist es halt, er braucht seine Motivation, vor allem, wenn er etwas langweilig findet und als Mama kennt man sie nun mal am Besten und weis damit umzugehen.

Ich habe mich in die „Hochbegabung“ eingelesen und nahm mir überall das heraus und setze es seitdem um. Wenn man erstmal weis, wie und warum und weshalb, dann ist man doch auf der gewonnenen Seite, so sehe ich das Jedenfalls. Vieles ist für mich seit dem Test erklärbar und Hochbegabte fühlen sich schnell von etwas gelangweilt, was sie von sich aus nicht gerne machen möchten… Klar, ist es nicht immer leicht, aber wir wachsen zusammen und zusammen ist man stark.

 

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