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März

Erdbeben Kreis Lörrach: Massiver Schaden an Gebäude

Das Erdbeben von Dienstagmorgen hat im Epizentrum in Steinen im Kreis Lörrach erhebliche Schäden an der Fachklinik für Drogenkranke “Haus Weitenau” verursacht. Dies bestätigte eine Mitarbeiterin der Einrichtung gegenüber suedkurier.de. Die Polizei spricht von “einem “beträchtlichen Schaden”.

Schreck mitten in den Nacht: Ein Erdbeben der Stärke 4,5 hat Dienstagfrüh um 3.39 Uhr viele Menschen in der Region aus dem Bett gerissen. Das Epizentrum des Bebens lag in Steinen im Kreis Lörrach. Doch am ganzen Hochrhein entlang bis hinein in den Schwarzwald und bis zum Bodensee rumpelte um 3.39 Uhr die Erde – und wer im Tiefschlaf lag, der wurde durch das Gewackel sprichwörtlich aus den Bettfedern geschüttelt: So deutlich hat im Südwesten die Erde schon lange nicht mehr gebebt. Das Beben war im Umkreis von mehr als 100 Kilometern spürbar. Auch weite Teile der angrenzenden Schweiz sowie die französische Region Elsass wurden erschüttert.

Beträchtlicher Schaden an Gebäude

Größeren Schaden hat das Erdbeben im “Haus Weitenau”, ganz in der Nähe des Epizentrums, verursacht. In dem ehemaligen Kloster gebe es massive Risse im Hauptgebäude zu beklagen, bestätigte eine Mitarbeiterin der Fachklinik für Drogenkranke gegenüber suedkurier.de. Schätzungen zufolge liegt der Schaden bei etwa 200.000 Euro.

Im Kreis Konstanz und im Schwarzwald sind keine Schäden bekannt. Ebenso äußerte sich die Polizeidirektion Waldshut. Hier habe die Feurwehr nur einmal wegen eines vermeintlichen Schadens an einer Gasleitung ausrücken müssen, da ein besorgerter Bürger in Herrischried nach dem Aufwachen meinte, Gasgeruch wahrgenommen zu haben. Dies habe sich aber als Fehlalarm herausgestellt, so Polizeipressesprecher Paul Wißler. Ein Leser aus Waldshut schickte dem SÜDKURIER ein Bild von Rissen an der Wand in seiner Wohnung, die er nach dem Erdbeben festgestellt habe.

In den Schweizer Gemeinden Pratteln und Muttenz fiel dagegen für fünf Minuten der Strom aus. Betroffen waren knapp 1000 Stromkunden. Das  Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau zeigte Sekunden nach den Erdverwerfung eine grafische Darstellung  der Erschütterung (siehe Bild unten).

Zahlreiche besorgte Anrufe bei der Polizei

Überall in der Region meldeten sich besorgte Bürger bei der Polizei. “Wir haben eine Vielzahl von Anrufen bekommen, hauptsächlich aus dem Rheintal, dem Markgräflerland und dem Kaiserstuhl”, sagte ein Sprecher der Landespolizeidirektion Freiburg. Im Landkreis Lörrach und auch in Villingen gingen Sekunden nach dem Beben besorgte Anrufe von Bürgern bei der Polizei ein.

Bei der Polizeidirektion Waldshut meldeten sich 31 besorgte Bürger. In Konstanz meldeten sich drei besorgte Bürger bei der Polizei, in Singen gingen einige Anrufe bei der Notrufnummer 112 ein.

In Überlingen am Bodensee meldeten zwei nächtliche Anrufer bei der Polizei das Beben, in Friedrichshafen dagegen waren die Ausläufer der Erschütterungenn praktisch nicht mehr zu bemerken, so die Polizeidirektion Friedrichshafen.
Es muss mit Nachbeben gerechnet werden

„Erdstöße dieser Größenordnung kommen in Baden-Württenberg alle zwei bis drei Jahre vor“, sagte der Leiter des Landeserdbebendienstes, Werner Brüstle. Vor allem der Rheingraben habe ein hohes Erdbebenrisiko. In den kommenden Tagen sei mit spürbaren Nachbeben zu rechnen.

Das letzte größere Erdbeben im Süden Baden-Württembergs war im Dezember 2004 verzeichnet worden. Damals war eine Stärke von 5,43 erreicht worden. Das Epizentrum lag unter der südbadischen Kleinstadt Waldkirch.

Quelle: südkurier.de

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 03.03.10 um 08:47 und ist gespeichert unter Nachrichten. Folge den Kommentaren durch das RSS 2.0 Feed.

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1 Kommentar zu “Erdbeben Kreis Lörrach: Massiver Schaden an Gebäude”

  1. Lörrach - Blog - 03 Mar 2010

    [...] Erdbeben Kreis Lörrach: Massiver Schaden an Gebäude [...]


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