10

März

Kreisjagdamt warnt vor Fuchsräude

Das Kreisjagdamt des Landkreises Ravensburg weist auf ein vermehrtes Vorkommen der Fuchsräude hin. Die Krankheit wird durch winzige Milben verursacht, die auch Menschen befallen können.
Besonders stark betroffen sind die Gemeinden Argenbühl, Isny, Leutkirch und Kißlegg, wie mitgeteilt wird. Das Kreisjagdamt im Ravensburger Landratsamt warnt deshalb davor, Füchse zu füttern oder verendete Tiere anzufassen, da die Fuchsräude auch auf Menschen und Haustiere übertragbar ist.

Verursacht wird die Krankheit der Mitteilung zufolge durch winzige Milben. Bei einer Größe von 0,2 bis 0,5 Millimetern sind diese mit den Spinnen verwandten Parasiten mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Die Krankheit wird hauptsächlich durch direkte Berührung zwischen Tieren beziehungsweise zwischen Tier und Mensch übertragen und ist in Deutschland nicht nur beim Fuchs, sondern auch bei Dachs, Rehwild, Wildschwein, aber auch beim Hausschwein, bei Hund und Katze bekannt und kann bei entsprechendem Kontakt mit infizierten Tieren auch auf den Menschen übertragen werden.

Die Milben graben sich in die Haut ihrer Wirte und vermehren sich dort explosionsartig. Bevorzugt befallene Körperteile sind Ohren, Kopf, Brust, Vorderbeine sowie der Rücken. Schon wenige Wochen nach der Infektion erscheinen die ersten Symptome wie Hautrötungen und Schuppenbildung, begleitet von starkem Juckreiz. In Folge davon scheuern und kratzen sich die Tiere die Haut auf, was zu Haarausfall und einem struppig aussehenden Fell führen kann. Die Tiere magern ab und zeigen oft Verhaltensstörungen und verenden im Regelfall innerhalb von drei Monaten durch Auszehrung und Erschöpfung. Bei Haustieren kann die Räude mit Medikamenten gut behandelt werden.

Beim Menschen dauert der Krankheitsverlauf laut Mitteilung des Kreisjagdamts wenige Tage bis einige Monate. Die Veränderungen der Haut sind im Vergleich zu Tieren weniger ausgeprägt und treten vor allem am Rumpf und an den Armen auf. Der Juckreiz dagegen kann sehr heftig sein. Deshalb rät das Landratsamt insbesondere im Umgang mit toten Füchsen oder anderen verendetem Haarwild zu besonderer Vorsicht. Kadaver sollten keinesfalls mit der bloßen Hand angefasst werden.

Gerade weil Füchse längst zu den Ansiedlungen der Menschen gehören wie Kinderspielplätze zu Neubausiedlungen ist die Bekämpfung der durch sie übertragbaren Krankheiten so schwer, schreibt das Kreisjagdamt. So sollten beispielsweise Futternäpfe für Haustiere nicht über Nacht im Freien belassen werden. Auf gar keinen Fall sollten Menschen versuchen, Füchse anzufüttern oder gar zu zähmen. Da sich Füchse nicht nur von Beutetieren ernähren, sondern auch Küchenabfälle als Nahrungsquelle akzeptieren, sollten vor allem Komposthaufen entsprechend abgedeckt werden.

Generell wird dazu geraten, Distanz zu halten und aufdringliche Füchse zu verscheuchen. Dies gelte, wie das Landratsamt weiter schreibt, gerade für die „niedlichen“ Jungtiere oder vermeintlich „halb zahme“ Tiere. Stattdessen zu einem Besen oder zum Gartenschlauch zu greifen sei allemal gesünder als irgendwann einmal mit der Diagnose „Fuchsräude“ oder noch schlimmer „Fuchsbandwurm“ konfrontiert zu werden, warnt die Kreisbehörde. Gerade letztere Krankheit wird vor allem durch Fuchskot übertragen, der schon deshalb im Hausgarten rein gar nichts verloren hat.

Quelle: südkurier.de

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 10.03.10 um 13:31 und ist gespeichert unter Nachrichten. Folge den Kommentaren durch das RSS 2.0 Feed.

Tags: , , , , ,


Du kannst einen Kommentar hinterlassen, oder hinterlasse einen Trackback.


Hinterlasse einen Kommentar


Copyright © by Nadine Kempe    Powered by Wordpress    Flower-Theme modified by Alex Kempe