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März
Niedrigere Mehrwertsteuer für Medikamente gefordert
Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) hat seine Forderung nach einer Mehrwertsteuersenkung für Arzneimittel von 19 auf 7 Prozent bekräftigt.
Deutschland sei eines der letzten Länder in der Europäischen Union (EU), das noch den vollen Mehrwertsteuersatz für Medikamente erhebe, sagte Verbandschef Bernd Wegener der «Rheinpfalz am Sonntag». Auch der Präsident der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe, empfahl der Regierung eine solche Steuerreduzierung. «Deutschland ist neben Dänemark das einzige Land, das den vollen Mehrwertsteuersatz auf Arzneimittel erhebt», sagte er den Dortmunder «Ruhr Nachrichten» (Samstag).
Pharma-Verbandschef Wegener warnte davor, die Diskussion über Arzneimittel auf die Kosten zu reduzieren. Schließlich gehe es um die Rettung von Leben, eine Minderung von Leid und eine Verbesserung der Lebensqualität. Anders als Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) verlangte Wegener eine selbstregulierende Balance zwischen Ausgaben und Innovationen im patentgeschützten Markt. Von den jährlich knapp 30 Milliarden Euro für die Versorgung mit Arzneimitteln entfielen nur 60 Prozent auf die Hersteller. Der Rest gehe an Apotheken und Großhandel sowie in die Taschen des Staates.
Hoppe bezeichnete das Gesundheitssystem als im internationalen Vergleich chronisch unterfinanziert. «In die gesetzliche Krankenversicherung müsste jährlich zusätzlich mindestens ein Prozent des Bruttoinlandsprodukts fließen.» Derzeit liege die Quote bei 6,45 Prozent des Bruttoinlandsproduktes – deutlich weniger als etwa in Frankreich, den Niederlanden oder skandinavischen Ländern mit mindestens 8 Prozent. «Ohne die Einnahmen aus Beiträgen der Privatversicherten und von Selbstzahlern wäre das System noch stärker unterfinanziert», sagte Hoppe. Der Ärzte-Präsident begrüßte den Ansatz von Gesundheitsminister Rösler, bei Arzneimitteln zu sparen.
Quelle: südkurier.de
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 13.03.10 um 10:41 und ist gespeichert unter Nachrichten.
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Tags: Bundesärztekammer, Gesundheitssystem, Medikamente, Mehrwertsteuersenkung, Pharmazeutische Industrie
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