Piratenpartei befürwortet Inzest + Nachtrag

Das darf ja wohl nicht wahr sein, was man da im Spiegel lesen muss, hier ein kleiner Ausschnitt aus dem Artikel: Beschlossen haben die Piraten am Wochenende auch ein Positionspapier zur Abschaffung des Inzest-Paragrafen im Strafgesetzbuch, der Sex zwischen Eltern, Kindern und weiteren Nachkommen sowie zwischen volljährigen Geschwistern unter Strafe stellt. Piraten priesen dies als „mutigen“ Schritt.

Mutigen Schritt? Für wen? Freifahrtschein für Kinderschänder, die dann ungestraft ihre Kinder schänden dürfen oder was? Der Inzest-Paragraf gehört nicht abgeschafft sondern die Strafen für Inzest drastisch erhöht…

Ich fand die Piratenpartei mal gut, sie hatten gute Ansätze, aber eine Partei die Kinderschändern freie Fahrt gewähren will, mit sowas will ich nichts mehr zu tun haben…

Die Piratenpartei will die 5 Prozent Hürde in Baden-Württemberg schaffen, echt? So aber nicht, deiser Freifahrtschein wird die Piratenpartei noch mehr runter ziehen…und das ist auch gut so, daß die Leute denen zeigen, was zu weit geht und das geht in meinen Augen eindeutig zu weit…

Naja eins ist sicher, unsere Familie und Freunde und Bekannten wissen nun schon mal sicher, wem man die Stimmen nicht gibt… da hat sich die Piratenpartei so kurz vor der Wahl hier ein Eigentor geschossen.

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Einen Tag später, nach der Meldung vom Spiegel, Quelle und Teil der Nachricht oben im Artikel, stehe ich noch immer zu „meiner“ Moralvorstellung und solche Artikel wie der folgende geben mir persönlich recht:

16.02.2008 13:57:41

(PA) M.E.L.I.N.A Inzestkinder/Menschen aus VerGEWALTigung e.V. ist ein gemeinnützig anerkannt eingetragener Verein, der sich seit mehr als zehn Jahren auf der Basis der UN-Kinderrechtskonfention für die Rechte von Inzestopfern und aus Inzest geborenen Kindern einsetzt. Er gehört zu den Einrichtungen, die sich mit ihrer Stellungnahme an das Bundesverfassungsgericht für den Erhalt des § 173 STGB einsetzen, da sie den Inzestparagrafen als einen wichtigen Schutzparagrafen für Familie, Frauen, Männer und Kinder betrachten. „Wenn Blutsverwandte miteinander Kinder zeugen, so ist dies nicht nur eine erbbiologische Grenzüberschreitung, die durch dominante und rezessive Gene weitreichende Folgen für spätere Generationen haben kann, sondern auch für die direkt betroffenen Inzestkinder eine Verschiebung der Verwandtschaftsverhältnisse“, sagt Ulrike M. Dierkes, Vorsitzende des M.E.L.I.N.A e.V.
Sie weiß, wovon sie spricht, denn sie ist selber Vater-Tochter-Inzestkind, weil ihr Vater seine eigene Tochter sexuell missbrauchte und Ulrike dadurch geboren wurde. Durch den Inzest wurde ihr Vater gleichzeitig ihr Großvater und ihre leibliche Mutter ist dem Vater nach auch gleichzeitig Schwester. Im Januar 2007 erhielt Ulrike M. Dierkes für ihr Engagement für Inzestopfer und Inzestkinder durch den Bundespräsidenten Horst Köhler das Bundesverdienstkreuz am Bande der BRD, das ihr im Januar 2008 durch die Sozialministerin Dr. Monika Stolz im Rahmen einer Feierstunde im Sozialministerium Stuttgart ausgehändigt wurde. Der Verein informiert unter http://www.melinaev.de über seine Arbeit.

Quelle: presseanzeiger.de

Ich habe „meine Moralvorstellung“ und wie in einem Kommentar steht:

“ Das Einzige was gegen die Streichung des Paragrafen spricht sind Moralvorstellungen. Geschwister dürfen doch nicht… Hat man früher bei gleichgeschlechtlichen Beziehungen auch gesagt..“

Und das ist meine Meinung, Geschwister dürfen nicht, genausowenig wie Eltern mit ihren Kindern… Und ich mache riesige Unterschiede, denn gegen Schwule oder Lesben habe ich absolut nichts, und ich hätte auch kein Problem damit, wenn einer meiner Söhne irgendwann zu mir sagen würde, er wäre schwul oder würde einen Mann lieben, aber ich hätte ein Problem damit, wenn er seinen Bruder „sexuell“ lieben würde… das ist für mich ein riesen grosser Unterschied…

12 thoughts on “Piratenpartei befürwortet Inzest + Nachtrag

  • 21. November 2010 at 20:18
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    Also ich kritisiere ja auch einiges am dem BPT. Aber bei der Abschaffung des Inzestparagraphen geht es ja gerade darum freiwilligen(!) Inszest zu erlauben. Alles andere wird natürlich verboten bleiben.

    Es gibt übrigens noch einige andere merkwürdigkeiten des Strafrechts, mit denen mal aufgeräumt werden sollte.

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  • 21. November 2010 at 20:20
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    Hallo Nadine,

    Uff. Genau so eine Berichterstattung habe ich befürchtet… Es ist zum kotzen…

    Es geht dabei nicht um Inzest. Und auch nicht um Kindesmissbrauch. Sondern um den Nazi-„Blutschande“-Paragraphen. Diesen Paragraphen gibt es so weltweit nur in Deutschland. Dieser Paragraph verbietet nur den Geschlechtsverkehr unter Verwandten. Zwecks genetischer Reinerhaltung der arischen Rasse. Analverkehr oder sonstige sexuellen Spielarten unter Verwandten fallen übrigens nicht unter diesen Paragraphen.

    Nochmals: Es geht dabei NICHT um Kindesmissbrauch.

    Viele Grüße

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    • 21. November 2010 at 20:27
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      Die Abschaffung des Paragraphen würde aber bedeuten daß Eltern legal mit ihren Kindern…. oder Brüder legal mit ihren Schwestern …

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  • 21. November 2010 at 20:35
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    @Alagos: Daß es den Piraten darum geht, den freiwilligen Inzest zu erlauben kam schon so rüber und das ist genau so ekelhaft wie erzwungener Inzest in meinen Augen denn aus moralischen und ethischen Gründen ist es einfach falsch, so etwas erlauben zu wollen. Damit schiessen sich die Piraten endgültig ins Aus und das ist auch gut so. Gerade im Hinblick auf die kommenden Wahlen in BW, ein Bundesland, was sehr katholisch ist, positioniert man sich rechtzeitig im Aus und das ist okay. Mit dem Positionspapier haben die Piraten einmal mehr ihr ekelhaftes Gesicht gezeigt und meine Entscheidung war mehr als richtig, kein Mitglied zu werden.

    @Erdrandbewohner : Mit dem Nazi blabla das ist Bullshit, es geht den Piraten um die Legalisierung des einvernehmlichen Inzest und das ist ekelhaft.

    Ich sage es nochmals wie ich es an anderer Stelle schon getan habe, ich wünsche den Piraten von Herzen, daß sie sch damit endgültig das eigene Grab geschaufelt haben.

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  • 21. November 2010 at 22:19
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    Hallo Nadine, Hallo Alex

    Dieser Paragraph, um den es geht, ist überflüssig. Weil es NICHT um Kindesmissbrauch geht, was sowieso unter Strafe steht. Und wenn *ERWACHSENE* Familienangehörige Sex miteinander wollen, (Wohlgemerkt: Freiwillig wollen, nicht gezwungen werden, das wäre Vergewaltigung) dann kann man das für sich ablehnen, sollte aber nicht unter Strafe stehen. Wem nutzt die Bestrafung?

    Und glaubt Ihr, daß dieses „Problem“ gesellschaftlich relevant ist? Glaubt ihr, daß Geschwister wild miteinander vögeln würden, sobald dieser Paragraph abgeschafft würde? Ich bin der festen Überzeugung, daß dies nicht geschehen würde.

    Gruß aus Trier

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  • 21. November 2010 at 23:27
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    Ich habe das heute mehr oder weniger live über Twitter erfahren und war ebenfalls zunächst erschrocken. Aber ich habe weiter darüber nachgedacht. Es wäre nach wie vor moralisch wie ethisch verwerflich – in unserer Gesellschaft – Inzest zu befürworten. Daher gehe ich auch davon aus, dass auch mit Abschaffung dieses Paragraphen nicht plötzlich ein buntes Treiben beginnen würde 😉 Vielleicht würde es dem Strafgesetzbuch sogar etwas helfen, entschlackt zu werden, außerdem nimmt es den Behörden vielleicht sogar etwas Arbeit ab. Denn – wie bereits weiter oben gesagt – wem nutzt die Bestrafung.
    Dass du in deinem Artikel so auf Kinderschänder eingehst, ist dagegen völlig falsch. Denn Kinderschändung ist etwas völlig anderes!

    Übrigens habe ich mir zu diesem Thema keine feste Meinung gebildet, da ich erst heute darauf gestoßen bin. Ich finde das Thema als einen Punkt im gesamten Partei-Programm übrigens auch für nicht wichtig genug, für mich persönlich. Deshalb würde ich nicht wegen diesem einen Punkt der Partei meine Stimme verweigern. Und das solltest du vielleicht auch nicht 😉

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  • 22. November 2010 at 00:17
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    Eine Forderung, die Grüne, Linke und FDP übrigends schon lange vertreten.

    Es geht übrigends NICHT um die Befürwortung von Inzest. Lediglich um die Straffreiheit. Der sexuelle Misbrauch von Kindern, Jugendlichen, Schutzbefohlenen etc. wird von § 174 – 184 StGB ausreichend unter Strafe gestellt.

    Ich finde die Vorstellung von Inzest übrigends auch ekelhaft. Aus „moralischen und ethischen Gründen“ finde ich es auch falsch Fleisch zu essen. Trozdem finde ich es richtig, Fleisch NICHT zu verbieten!

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  • 22. November 2010 at 00:25
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    Noch was: § 173 StGB verbietet nur den heterosexuellen „Beischlaf“! Das bedeutet im Klartext: Bereits heute dürfen zwei Brüder ganz legal….

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  • 22. November 2010 at 00:59
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    Hallo,

    Ich werde auch noch in meinem Blog mal darauf antworten, aber erst wenn ich wieder wach bin.
    Nur so viel:
    Das man das ekelhaft oder wie auch immer findet mag ja deine Meinung sein, aber der Staat hat sich nicht in die Sexualmoral von seinen Bürgern einzumischen! Ich erinmere an das Verbot des schwulen Sex oder an den Kuppeleiparagraphen.
    Sex von Eltern mit Kindern ist noch aus so vielen Gesetzen her verboten, selbst wenn sie über 14, dass Schutzalter in de, sind. ZB.: Missbrauch von Schutzbefohlenen oder Ausnitzung psychologischer Abhängigkeit.
    Sonst gilt wie immer: Erst lesen, dann Gesetz lesen, dann verstehen, dann nachdenken, dann bloggen.

    BTW: Bei den Grünen gabs den Antrag schon 2008

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  • 22. November 2010 at 01:13
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    Kann Erdrandbewohner nur zustimmen. Nicht in Panik verfallen sondern sich erst informieren welche Paragraf da genau gestrichen werden soll.

    Verboten ist vaginalverkehr. Es ist nicht verboten einen Inzest Partner auf anderen Wegen zu schwängern, es ist nicht verboten Oralsex, Analsex oder was die phantasie hergibt zu haben.

    Das Inzest Verbot gibt es ausschliesslich aufgrund des erhöhren Risikos für Erbkrankheiten wenn das Genmaterial der Eltern zu ähnlich ist. Bei genauer betrachtung sieht man aber, dass dieser Paragraf das Problem in keinster weise löst.

    Zur erläuterung: Betrachten wir Menschen mit Behinderungen die vererbbar sind. Das Problem ist das gleiche. Würde man den Paragrafen übertragen dürften diese keinen vaginalen Geschlechtsverkehr mehr haben. Würde wer auf diese Idee kommen ?! Nö…. Warum also bei Inzest Paaren ?

    Sexueller Missbrauch und ähnliches hat mit dem besagten Paragrafen nix zu tun. Das wird woanders geregelt. Es geht hier ausschliesslich darum ob Erwachsene Menschen die verwandt sind vaginalen Geschlechtsverkehr haben dürfen. In Frankreich, Holland, Belgien, Portugal usw. wurden ähnliche Paragrafen schon vor vielen Jahren abgeschafft. Der einzige Grund weshalb wir ihn noch haben ist, dass es wie man an diesem Blog Beitrag sieht unbequem ist die notwendige Aufklärung zu leisten um den Paragrafen abzuschaffen. Die Ängste die hier geäussert werden haben ja viele. Sie lassen sich aber recht leicht beseitigen wenn man erklärt wo das Problem liegt. Das Einzige was gegen die Streichung des Paragrafen spricht sind Moralvorstellungen. Geschwister dürfen doch nicht… Hat man früher bei gleichgeschlechtlichen Beziehungen auch gesagt.. das geht vorbei 😉

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  • 23. November 2010 at 00:12
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    schwulensex ist ekelhaft! verbietet es wieder11!!einseinself

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