Die liebe Zwickmühle

Ich befinde mich im Moment in einer schlimmen Zwickmühle und bin ziemlich ratlos und so schreibe ich mir den ganzen Müll mal von der Seele, vielleicht hilft es weiter, wer weis. Es sieht derzeit alles andere als rosig hier aus, aber dazu muss ich mal ein bißchen weiter ausholen…

Am 19. Januar nun muss meine Schwiegermutter ins Krankenhaus, ein operativer Eingriff, nach 2-3 Tagen wird sie wieder nach Hause kommen und darf dann erstmal eine Zeitlang nicht viel machen. Soweit sogut. Kriegen wir hin… dachten wir. Nun kann mein  Schwiegervater aber erst am 24. Januar in den Schwarzwald in die Parkinson Spezialklinik. Das wird nun nicht so einfach, er ist sehr auf Hilfe angewiesen, respektive Vieles könnte er selber, aber es ist einfacher man schreit mal… . Ich bewundere meine Schwiegermutter! Er ruft dauernd nach ihr, braucht immer was, obwohl er davon Vieles alleine bewältigen könnte. Ich merke es gut, wenn ich Morgens mal eine knappe Stunde unten bei ihr bin, da kann man selten mal was ausreden, immer ruft er nach ihr und stört sozusagen wegen Kleinigkeiten, wofür er sie überhaupt nicht brauchen würde… Oder er ist einfach eifersüchtig, weil wir reden, denn er fühlt sich schnell ausgeschlossen, so war er noch immer. Es ist bekannt daß ich meine Probleme mit ihm habe, die sich das letzte Jahr über noch sehr verschärft haben. Ich verstehe ihn an vielen Tagen überhaupt nicht, er redet eh Dialekt, den verstehe ich auch, ich lebe ja schon lange genug hier, aber durch seine Krankheit hat er extreme Defizite beim sprechen, das weis er auch selber, nur macht es das für mich zum Beispiel nicht einfacher. Ich will gar nicht wissen was er oft denkt über mich, weil ich ihn einfach nicht verstehe…sowas tut auch weh, ist aber nicht zu ändern. Mit der Zeit gewöhnt man sich fast an alles… Leider ist bei ihm zu viel Zeit verstrichen, man wollte den Tatsachen nicht ins Auge sehen, respektive die Ärzte haben zu lange zugeschaut…es wird allerhöchste Eisenbahn daß er in die Spezialklinik kommt und dort lernt, wie er mit seiner Krankheit leben kann und auch Sprachtraining bekommt… Das Ganze ist alles nicht so einfach hier und es nagt sehr an mir. Augen zu und durch, dachte ich mir lange Zeit, aber sowas geht auch nicht ewig.

Also nochmal, mit dem gleichen Termin für meine Schwiegereltern haut nicht hin, so muss sich mein Göttergatte Urlaub nehmen. Es kann ja nicht sein, daß meine liebe Schwiegermutter, wenn sie frisch operiert aus dem Krankenhaus kommt, dann dauernd um ihren Mann springt, sie soll sich dann schonen und nun auch mal nach sich schauen und dafür werden wir sorgen…es wird allerhöchste Zeit!

Ihr denkt jetzt bestimmt, was hat das mit Zwickmühle zu tun, alles ist doch irgendwie geregelt, falsch. Heute bekam ich die nächste schlechte Nachricht, meine liebe Mutter quält sich seit einer Woche mit Herzrhythmusstörungen herum, wird täglich von meinem Vater in den Bauch gespritzt und nimmt 3 Arten Medikamente und nächsten Donnerstag entscheidet es sich ob sie in die Klinik muss und gleich operiert wird, das wäre dann am 20. Januar.

Und da ist die Zwickmühle… da ich keine Geschwister habe, ist mein Vater sozusagen auch alleine und er leidet seit er 30 ist an Herzproblemen… was tun? Ich habe keine Ahnung. So traurig wie es klingt, ich kann hier nicht einfach weg. Ich kann meinen Göttergatten nicht alleine lassen, unser beiden Jungs brauchen mich, Schwiegermama im Krankenhaus, dann wäre er alleine mit seinem Vater, was auch selten gut aus geht… durch diese schei.. Krankheit gibt es viele Gefühlsausbrüche und damit meine ich keine Guten… mein Göttergatte ist keiner der sofort springt wenn einer pfeifft und bei seinem Vater muss aber gerade das sofort dann sein und somit haben die sich dann mal schnell in den Haaren und ich bin dann die, die schlichtet hier oben und Schwiegermutter unten… hier sitzt man ewig zwischen den Stühlen und manchmal würde ich echt am liebsten einfach nur weglaufen, aber das liegt nicht in meiner Natur, Gott sei Dank…

Nun kann ich also nur hoffen und beten daß meine Mutter es noch lange Zeit mit den Medikamenten aushält ohne ins Krankenhaus zu müssen… ich weis ehrlich gesagt im Moment nicht, was ich dann machen würde…ich hoffe sehr, es kommt nicht so weit…

Jetzt muss ich zu meinem „kleinen“ Patienten, Kevin ist seit Ende letzter Woche angeschlagen, der ewige Schnupfen trotz seiner OP… er wirkt dauernd müde, spielt und tobt mal eine halbe Stunde herum und dann liegt er wieder Stunden flach… komische Sache… Es nimmt kein Ende und dabei hat das Jahr ja erst angefangen… es scheint kein Gutes zu werden, obwohl es kann eigentlich nur noch besser werden…nur nicht den Mut verlieren, dann hat man verloren…

Bleibt gesund!!!

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