Es darf einfach nicht sein

Frei wie ein Vogel, wäre ich oft gerne. Ich könnte dorthin fliegen, wo ich sein möchte in dem Moment und in einem anderen Moment, ganz woanders hin. Wäre das nicht schön? Wollte nicht schon Jeder mal einfach wegfliegen können? Der junge Spatz hätte wegfliegen können, jedoch blieb er geduldig brav sitzen bis ich mein Bild geschossen hatte. Und wer schon mal geziehlt Wildvögel fotografiert hat, weis, daß die eigentlich nie ruhig sitzen bleiben 😉

Immer wieder wenn ich mir vornehme, ich haue wieder rein in meinen Blog, dann haut es mich wieder um. Diesmal hat es mich arg erwischt. Auf einmal kommt zu dem ganzen Mist auch noch hoher Blutdruck hinzu, 217 /135. Da sieht man die dunklen Sterne leuchten und hat Herzrasen und dann kommt die verfluchte Angst, es wäre der letzte Tag… Dachte ich die letzten 10 Tage oft, so nun ist es vorbei.  Gott sei dank, bin ich noch nicht soweit für den Himmel, die wollen mich noch nicht und das bleibt auch hoffentlich noch ne lange Zeit so.

Was macht man in so einer Zeit, wo nix geht, ausser liegen, Ruhe? Richtig, man denkt und denkt, das ganze Leben geht wieder an einem vorbei. Man hört in sich hinein, man fühlt sich so allein.

Allein, allein. Nein, alleine bin ich nicht und dann doch oft, obwohl ich es nicht bin. Da gibt es einen Spruch: „Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts“. (von Arthur Schopenhauer). Wie recht der Mann doch hat. Ich hatte soo viele Ziele und Wünsche und Träume. Träumen kann ich noch von Allem. Wünsche, musste ich umstellen, umdenken. Ziele, naja, daß ich nie im Leben auf den Mount Everest kann, ja nicht mal auf unsere Zugspitze, damit habe ich mich so langsam abgefunden, echt? jaaa zu 90 Prozent, ein Rest bleibt, die Traurigkeit darüber, es nie geschafft zu haben und dann doch noch ein winziges Teilchen Hoffnung. 

Aber viel trauriger bin ich darüber, daß meine liebe Schwiegermutter die Kniescheibe seit 1 Woche gebrochen hat und ich sie leider nicht entlasten kann oder helfen kann…

Dann die Worte von meinem neuen Arzt, jaja ich habe gewechselt, aber das wäre ne andere Geschichte, die erspare ich Euch mal. Ruhe, Stress vermeiden, keine schweren Tätigkeiten ausüben die nächste Zeit. Okay, schwer heben muss ich nicht, ist der Wäschekorb eigentlich schon schwer? 😉 Stress vermeiden? Jaaa tolle Idee, ziehe ich in den Keller und schliesse mich da ein, da habe ich dann auch gleichzeitig Ruhe. Wäre ich nun der Vogel da auf dem Foto, ich würde wegfliegen, einfach nur weg, nichts mehr hören, nichts mehr sehen, alles für 2-3 Tage hinter mir lassen. Aber das könnte ich ja eh nicht, das Gewissen, ich habe Familie, die mich braucht. Jaaa aber warum regt einen dann Jeder auf? 

Ist nicht nur die Aufregung, was viel Schlimmeres.  Da war ein Satz, der mich schwer getroffen hat, ja sehr schwer sogar. War bestimmt unüberlegt gesagt, hoffe ich mal, aber tut darum nicht weniger weh. Schon 1 Tag her, und frisst mich noch immer auf!

„Ich müsste nächste Woche funktionieren,….“ den Rest erspare ich Euch mal! Jaaa neee ist klar, ich bin gerne krank, ich liege gerne rum, am liebsten 24 Stunden, klar doch. Ich nehme Pillen und Pillen, Sprays und nochmals Pillen, renne Tage, Wochen, hintereinander zum Arzt, alles aus Vergnügen. Ich habe ja nix besseres zu tun. Nee ist klar. Ich krieche herum und bin trotzdem immer für meine Söhne da…und natürlich wie eh und je für meine Göttergatten, auch wenn er leider im Moment morgens vor der Arbeit, die Jungs fertig machen muss für Schule und KiGa, das Kochen nach der Arbeit übernehmen muss und die Spülmaschine einräumen und laufen lassen, ich kann mich leider derzeit nicht krümmen/bücken.  Aber sonst, ich bin doch daaa. Ich frage, rede, liebeee. Und dann bekommt man so eine Rose geschenkt und die Schönheit der Blume nimmt man nicht wahr, nur der Dorn brennt sich ins Herz, tief rein, sehr tief. Und das Herz fängt an zu bluten und will nicht aufhören. So tief sitzt der Schmerz.

Jetzt wäre ich gerne der Spatz vom Foto. Ich würde wegfliegen, einfach nur weg, ganz weit weg und ich würde weinen, hemmungslos und meinen „Schmerz“ raus schreien. Aber ich bin nicht der Spatz und sitze hier…und denke zurück an ne Zeit, nach dem schlimmen Autounfall, hochschwanger mit Kevin und auch noch fast 1 Jahr nach seiner Geburt, wo ich bedingungslos, ohne Dornen, ihn von Arzt zu Arzt fuhr, mit dem Baby im Gepäck und Stundenlang im Winter mit dem Kleinen durch die Kälte gelaufen bin mit dem Kinderwagen, wo er bei Anwendungen war, fast 1 Jahr lang, obwohl ich selber vom Unfall angeschlagen war und teils noch bin. Ich versuchte ihn aufzubauen, immer und immer wieder, Liebe zu schenken… ich liebe ihn, sonst würde mir der riesige Dorn nicht so weh tun.

Dieser Weg, ist immer sooo steinig und so verdammt schwer. Ich würde Alles darum geben, endlich mal 1 Woche täglich sagen zu können: ich bin gesund. Mein aller grösster Wunsch. 

Neee Alles nicht, die Liebe zu meinen Männern nicht.

Das Wichtigste im Leben ist die Gesundheit, ohne die geht es nicht… bleibt gesund!!!

Ich wünsche es Euch von Herzen.

 

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