Mein Leben mit allergischem Asthma

Als Kind hatte ich ewig mit Bronchitis zu kämpfen und das blieb immer so, ein Infekt jagte den Nächsten… seit der Geburt von meinem ältesten Sohn Christoph 2001 hatte ich sehr schlechte Jahre was die Gesundheit anging, ich kam einfach danach nicht mehr richtig auf die Beine. Nach ewigem hin und her mit Arztbesuchen kam dann mal 2006 endlich eine Ärztin auf die Idee und nannte meine Probleme beim Namen: Asthma bronchiale und allergisches Asthma. Wer mal nachfühlen will in etwa, das kommt nicht dran ran, der soll mal einen Strohhalm nehmen und dadurch atmen und nur dadurch und dabei noch was anstrengendes machen…

Was ist Asthma bronchiale?

Asthma bronchiale ist eine chronische, entzündliche Erkrankung der Atemwege mit dauerhaft bestehender Überempfindlichkeit. Bei entsprechend veranlagten Personen führt die Entzündung zu anfallsweiser Luftnot  infolge einer Verengung der Atemwege. Diese Atemwegsverengung wird durch vermehrte Sekretion von Schleim, Verkrampfung der Bronchialmuskulatur und Bildung von Ödemen der Bronchialschleimhaut verursacht, sie ist durch Behandlung rückbildungsfähig. Eine Vielzahl von Reizen verursacht die Zunahme der Empfindlichkeit der Atemwege und die damit verbundene Entzündung.

Etwa fünf Prozent der Erwachsenen und bis zu zehn Prozent der Kinder sind betroffen. Die Zahl der asthmabedingten Todesfälle in Deutschland beträgt etwa 5000 pro Jahr. Frauen erkranken häufiger an Asthma als Männer. Weder besonders industrialisierte noch besonders arme noch besonders schadstoffbelastete noch besonders rauchfreudige Gegenden haben einen Einfluss auf die Prävalenz.

So, nun wieder zu mir. Ich habe beim Asthma auch noch verschiedene Allergien dazu und ein paar mal im Jahr mit Histaminunverträglichkeit zu kämpfen. Allergisch reagiere ich auf: Staub, Milben, Pollen, extrem auf Heu, was es mit einem Zwergkaninchen nicht einfach macht 😉 und noch vieles mehr. Selten essen kann ich: Wurst, Fisch,… Milch kann ich so nicht trinken, im Kaffee vertrage ich sie allerdings. Probleme habe ich leider auch mit vielen Medikamenten. Und so weiter, alles aufzuschreiben ist ein Ding der Unmöglichkeit.

Seit 2006 bin ich nun auf 2 Sprays eingestellt: das Inuvair morgends und abends, je nach Wetter auch mindestens 3mal am Tag, dann das Akutspray, das Sultanol. Bei Erkältung, Grippe, irgendeinem Infekt bekomme ich noch oft Pillen dafür zu den Antibiotika dazu.

Gesund fühlen, das habe ich an sehr wenigen Tagen im Jahr. Man lernt jedoch damit zu leben, man muss es ja auch, schon alleine für die Kinder. Es gab Zeiten, da traute ich mir selber nichts zu, ich hatte immer Angst einen Asthmaanfall zu bekommen oder besser gesagt es könnte ja einer kommen. Ärzte halfen mir dabei nicht wirklich weiter. Also brachte ich mich selber dazu meine Ängste zu überwinden… es war ein Kampf und auch nicht gerade immer ein leichter.

Ich zwang mich dazu, selbst wenn extreme Luftfeuchtigkeit herrschte, spazieren zu gehen und so weiter… Das heißt nun nicht daß ich dadurch geheilt bin, es gibt Zeiten wo es mir besser geht und dann wieder Tage wo nicht viel geht.

Jedoch mit eisernem Willen kann man viel erreichen. Das merkte ich als wir in Bad Tölz im Januar in Urlaub waren. Als wir uns im Schnee den eisglatten Forstweg hochmachten auf den Blomberg, 7 km rauf auf den Berg und später wieder 7 km runter. Klar ich musste unterwegs Pausen machen und es fiel mir auch Streckenweise nicht gerade leicht, da der Aufstieg an einigen Teilen schon sehr steil ist. Mein Göttergatte sagte öfters: Willst Du umkehren. Gehen wir wieder runter. NEIN! Da kam mein Horoskop raus, der sture Stier 😉 Ich wollte da nur eins, oben ankommen und das Karwendelgebirge sehen und ich habe es geschafft… und so blöde wie das nun für „gesunde“ Menschen klingen mag, ich war, als ich oben stand, stolz auf mich selber, daß ich nicht aufgegeben habe…. Mein Göttergatte hat auch nicht gedacht daß ich das schaffen würde, das hatte er mir auch nicht zugetraut wie sich später herausstellte… Das ist ein Tolles Gefühl wenn man über sich herauswächst.

Im April 2010 nun wird es wieder nach Bad Tölz gehen, diesmal mit unserem Sohn Christoph. Dort will ich meinem Sohn den Blomberg zeigen und ich werde es wieder schaffen und wieder den langen Weg über die Forststrasse (7 km) und am Blomberghaus dann eine Pause machen und dann will ich weiter auf den Zwiesel, der liegt ja nur noch 150 Meter höher als der Blomberg. Ich will es schaffen und noch viel mehr.

„Wille versetzt Berge“ da ist was dran. Das geglaubte Unmögliche kann man möglich machen und man schafft mehr als man von sich selber denkt und man sollte sich von anderen, die es zwar gut meinen, nicht beeinflussen lassen und seinen Weg weitergehen, egal ob das ein Berg ist oder sonstwas!

Liebe Grüsse an Alle

Nadine

4 thoughts on “Mein Leben mit allergischem Asthma

  • Pingback: Ich dreh mich im Kreis

  • 7. Mai 2010 at 08:10
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    Hallo Nadine
    Ich fühle mit dir.Ich habe seit meiner Kindheit Allergien uns seit Jahren Asthma bronchiale.
    Ja man kann damit leben.Aber es ist nicht immer leicht.
    Lieben Gruß

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    • 7. Mai 2010 at 08:54
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      Hallo Petra,
      vielen Dank für Deinen Kommentar!
      Da hast Du recht, es ist nicht immer leicht, vor allem dann nicht, wenn man mal wieder einen Infekt erwischt hat oder wenn die Pollen nerven und die Allergien…
      Manchmal ist es zum verzweifeln.
      Lieben Gruß,
      Nadine

      Reply
  • 1. September 2010 at 11:28
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    Allen Ernstes aber, soll man nicht den orthodoxen Pharmasthma-Ansatz hinterfragen? Die Doktrin der Unausweichlichkeit der Medikamente stimmt nicht oder nicht ganz.
    Bei japanischen Quellen über Atemtechniken steht der Druck im Bauch ganz im Mittelpunkt der Überlegungen, siehe z. B http://www.lrz-muenchen.de/~s3e0101/…webdata/T3.pdf Seite 98-101 aus „Deep Breathe“ von Osamu Tatsumura, mit Hinweis auf Sumo-Kämpfer

    Warum dieser Faktor im Westen nicht mit dem Verstand wahrgenommen wird ist ein ungeheueres Rätsel, denn im Umkehrschluss beim Lockerlassen der Muskeln um den Bauch wird die Atmung unerträglich schwach und fast asthmatisch.

    Wenn ich also als gewesener Asthmatiker schnell mit „Bauchmuskelatmung“ spazieren gehe, ist das ein etwas ungewöhnliches Gefühl, aber das Asthma bleibt aus.

    Eigentlich eine fast triviale Erkenntnis. Ich habe aber oft diese Atmung auf dem Crosstrainer im Fitness-Studio eingeübt.

    Der Bestsellerstatus von „Hara Die Erdmitte des Menschen“ vor ein paar Jahrzehnten bewies die Zuwendung zu japanischen Heilmethoden, bislang sind aber verschiedene technische Details nicht direkt aus Japan übernommen worden.
    Dieses Thema soll diskutiert werden, oder? Richard Friedel

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