Nach 28 Jahren ohne fahre ich wieder Drahtesel

Nein, natürlich ist es kein Drahtesel, so konnte man die Dinger von vor 30 Jahren noch fast nennen 😉 Es ist ein Mountain Bike, ein Cube Kid 260 Girl, schön in weiss-pink, steht mir gut oder? 😉 Nein jetzt mal im Ernst, mein Arzt ist immer hinter mir ich müsse noch mehr Sport machen wegem Asthma, klar mit 2 total aufgeweckten Jungs tut man ja gar nichts den ganzen Tag 😉 Da mein Göttergatte und meine Jungs auch gerne Rad fahren und keiner meiner „Männer“ Lust aufs Joggen hatten/haben, da musste dann das Rad her…

Wie das Ablief, das hat Alex hier schon schön beschrieben, einfach mal lesen, wenn Du Lust hast!

Warum ein Girl-Bike, fragen sich nun bestimmt einige, die Ahnung haben, tja ich habe vergessen zu wachsen 😉 Ich bin grosszügig gemessen 1,58 m Klein 😉 Ich habe die letzten Wochen oft auf Fahrrädern Probe gesessen, aber keins passte echt, ich fühlte mich nicht wohl, das sollte man ja schon. Wer meinen Göttergatten kennt, der weis, daß er nicht locker lässt, schon dreimal nicht wenn er vom Arzt hört daß ich MUSS…naja der Ablauf wie ich zu meinem „grellen“ Cube kam, den könnt Ihr bei Alex nachlesen im obrigen Link 😉

Meine erste Fahrt, naja wenn man es mal so nennen kann, das war lange Zeit eine wacklige Sache 😉 Ich kam mir vor wie ein Anfänger, dabei bin ich in meiner Kindheit im Verein gefahren 😉 Aber 28 Jahre sind halt doch eine lange Zeit, das Schalten musste ich auch erstmal wieder hinbekommen, nach vielen Fluchen ging es dann auch auf einmal 😉 Nein, nein, keine Angst, ich war mit meinem Göttergatten alleine unterwegs, die Kids haben nichts gelernt was sie nicht sollten 😉

Meine erste Fahrt am 31.07.2010  ging Richtung Güttingen, wo wir noch im Geschäft alkfreies Bier für Opa holten … dann zurück nach Stahringen und erstmal Pause, der Hintern tat mir schon mehr als weh 😉 Mein Sohnemann wollte auch unbedingt mal mit mir Fahrrad fahren, das ist für ihn ja was Neues gewesen, also ging es später am Abend  dann mit unserem Christoph Richtung Mooshof an der Bundesstrasse entlang auf einem herrlichen Fahrradweg und dann hinten herum zurück über den Flughafen von Stahringen, voll durch die Pampa fährt man da, herrlich!! Das Wetter war ja auch super da. Also ich muss sagen, es fiel mir da noch echt nicht leicht, aber Frau lässt sich das ja nicht anmerken 😉 An dem Abend habe ich auch gut und vor allem schnell geschlafen, mal ehrlich: mannnn war ich geschafft 😉

Sonntags, am frühen Abend ging es dann weiter, diesmal nach Bodman an die Promenade und mit jedem Mal wo ich auf dem Mountain Bike fahre, merke ich, daß ich wieder sicherer werde. Bergab, da bremse ich schon noch immer mit 😉 Den Berg hinauf komme ich von Tag zu Tag besser… sicher fahre ich so eine Strecke nach Bodman noch nicht an einem Stück, ich brauche meine Pausen, vor allem wenn es mal etwas mehr hinauf geht, da geht mir wegen dem blöden Asthma schon schön die Puste aus… aber ich fühle mich jedesmal nach dem Radfahren echt super, hätte ich nicht gedacht…

Seitdem ich mein Bike nun habe bin ich bis auf einen Tag, täglich gefahren und das sind schon Kilometer die wir da zurücklegen. Meinem Göttergatten tut es gut bei seinem kaputten Rücken, unser Sohnemann Christoph, der den Sport nicht erfunden hat, der bewegt sich so auch gerne freiwillig mit 😉

Am liebsten fahre ich im Moment von hier (Stahringen) aus Richtung Mooshof, dann Espasingen, dann nach Wahlwies wo wir an der Aach immer Rast machen, da steht mal wenigstens eine Bank unterwegs zum niederlassen! Sitzgelegenheiten unterwegs sind hier leider selten zu finden! Wenn es trocken ist, dann gehts ja noch ohne… dann weiter Richtung Stahringen durch die Pampa am kleinen Flughafen vorbei. Wenn man oft dieselbe Strecke fährt, dann merkt man selber auch am Besten ob und wie man sich steigert…

Gestern sollten wir noch einkaufen fahren und mein Göttergatte hat mich überredet, daß wir mit den Bikes fahren, wir Zwei alleine, Christoph war bei einem Freund und Klein-Kevin würde den Weg mit seinem Laufrad nie schaffen… naja wohl war mir gestern ja zuerst mal nicht, warum? Es regnete aber nicht nur ein bißchen, Zeitweise waren die Schleusen richtig geöffnet. Bis nach Güttingen in den Netto ging es ja noch, obwohl, wenn ich ehrlich bin, hatte ich Stellenweise schon schwer mit meinem inneren „Schweinehund“ zu kämpfen. Die hohe Luftfeuchtigkeit, die dort herrschte, das war schon krass und beim spazieren gehen in demselben Wetter brauche ich immer mein Akutspray, und wisst Ihr was! Ich kam gestern die ganze Strecke im herrlichen Regen ohne mein Asthmaspray aus!  Ich habe innerlich gejubelt, klar, es ist noch früh und ich stehe erst am Anfang, aber es ist ein kleiner Fortschritt. Und nach dem Bike fahren, da bin ich überhaupt nicht mehr müde, es belebt einen richtig, toll! Ich fühle mich gut dabei…

Heute können wir leider nicht fahren, die Schwiegereltern sind eingeladen und so ist kein Babysitter da für Klein-Kevin, aber Morgen, am Samstag, da geht es wieder aufs Bike und auch dann, wenn es regnet, ich will fahren, ich würde am liebsten gleich losfahren 😉 Kann man süchtig werden?

2 thoughts on “Nach 28 Jahren ohne fahre ich wieder Drahtesel

  • 6. August 2010 at 15:13
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    Na das klingt doch mal richtig super.

    Dann wünsch ich dir mal viel Spaß bei deinen Radtouren und das es sich weiterin so positiv auf dein Asthma auswirkt…

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    • 6. August 2010 at 15:28
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      Danke Björn! Der Wille versetzt Berge, hätte ich nocht gedacht 😉

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